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Ventilschaftdichtungen wechseln

Fahrzeug: 93er B4 2E mit nachgerüsteter Klima

Vorarbeiten: Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterVentildeckel abbauen, Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterNockenwelle ausbauen
Spezialwerkzeug:
Ventilfederdrücker, Druckluftadapter (bei eingebautem Zylinderkopf), VSD-Abzieher, VSD-Aufschläger

Nach dem der VD und die NW ausgebaut sind kann man die hydraulischen Tassenstößel (Hydros) einfach nach oben hin rausziehen (Bild1). Wenn dieses auch noch die ersten sind oder sie Geräusche von sich geben, können diese auch mal getauscht werden.
In Bild 2 sind die im eigebautem Zustand sichtbaren Teile beschriftet, damit man auch weiß wovon ich rede. Zur Veranschaulichung des Ventiltriebs Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterhier lang!
Da die Keile gerne etwas am Ventilschaft "festgammeln" und sich somit nur sehr schwer lösen lassen, werden diese mit einem gekonten Schlag mit einer 24er Nuss auf den Federteller gelockert.
Bevor man nun anfängt den Ventiltrieb auszubauen, muss man noch dafür sorgen, dass die Ventile nicht in die Zylinder fallen, denn ihnen fehlt ja jetzt der Halt, da Feder etc. ausgebaut werden. Hier zu den Druckluftadapter anstatt der Zündkerze einschrauben und mittels Kompressor Druck in die Zylinder bringen um so die Ventile in ihre Sitzringe zu drücken.
Nun werden mit dem Ventilfederdrücker die Federn komprimiert, so dass sich die Ventilkeile mit einem kleinen Schraubendreher o.Ä. aus ihrer Position lösen lassen und somit nicht mehr den Anschlag für die Feder bilden. Keile, oberer Federteller und Federn herraus nehmen und die alten VSD mittels Abzieher abziehen.
Zum Vergleich mal ein Bild (Bild 13) der alten und der neuen Dichtungen. Ich denke man sieht ganz deutlich den Unterschied.
Die neuen Dichtungen vor der Montage schön in Öl baden (Bild 5), damit diese schön flutschen und nicht gleich beim Einbau schon wieder rissig werden. Mittels Aufschläger die VSD ganz aufschlagen und die Federn samt Federteller wieder einsetzen. Nun wieder mit dem Ventilfederdrücker die Federn zusammendrücken und die Keile einsetzen. Hierbei ist es hilfreich zu zweit zu sein, denn es ist etwas fummelig und sehr feinfühlig die Keile in die richtige Position zu bringen. Ein sehr feiner Schraubendreher und eine Zange aus einem Arztbestecksortiment erweisen sich ebenfalls als sehr hilfreich.

Die letzten Arbeitsschritte wiederholen sich nun logischer je nach Ventilanzahl, dabei nicht vergessen die Druckluft auf den jeweligen Zylinder zu geben, sonst muss der Kopf doch noch runter...

Der Zusammenbau erfolgt dann äquivalent zum Ausbau!