Sie sind hier: T3 Syncro > TDI-Umbau Blog

T3 Syncro

Neue Technik, altes Kleid!

In chronologisch aufsteigender Form!

28.03.2012: Langsam, gaaaaanz langsam!

Ja ich weiß, ist schon etwas her, dass was neues passiert ist bzw. online kam, aber es gibt ja eben auch ein echtes Leben... :)
Der Plan ist, dass das Projekt TDI bis Ende Juni fertig sein soll. Dann seht die erste große Erprobung an. Deswegen muss ich jetzt zusehen, dass der Motor soweit fertig wird/ist.

Also noch kurz die ~15€ investiert und einen Dichtsatz für die VP37 Einsprizpumpe investiert.

 

Beim Abnehmen des Hochdruckteiles, war ich dann ganz froh, dass ich doch noch in die Pumpe geschaut habe:

 

Ganz tolle Sache! Naja aber wenigstens kein Trümmerbruch mit 90478203 Splittern quer durhc die Pumpe verteilt. Drei Bruchstücke waren es, die fein aufgespindelt noch in der Pumpe verblieben waren.
Nach etwas Recherche und Hilfe von "Henzo" (www.dieselsend.de) war dann die Bosch-Nummer schnell gefunden: 1 467 010 410
Aber Vorsicht, am besten beim Boschdienst nach fragen, ob die Federn auch wirklich für die entsprechende Pumpe geeignet sind.

Also gut, dann also die neuen Federn verbaut, alle Dichtungen getauscht (nur die des Mengenstellwerkes nicht) und den Haufen namens Einspritzpumpe wieder zusammen geschraubselt.

 

Neu eingestellte und geprüfte Einspritzdüsen vom Henzo gab's auch noch, jedoch keine orginalen 1Z (184 µm Lochquerschnitt), sondern welche vom AFN mit 205 µm Lochquerschnitt. Beides sind aber 5-Loch Düsen mit 200/300bar Öffnungsdruck.
Neue Glühkerzen gönn ich dem kleinen auch noch, wenn man schon so gut hinkommt...

 

Vorher aber noch kurz alle Glühkerzen (auch die im Wasserflansch am Zylinderkopf) geprüft.

 

Zum Schluss noch Wasserpumpe, Einspritzleitungen und ein paar Kleinkruschtsachen verbaut, dann war der Tag auch schon wieder rum.

 

25.01.2012: Nicht nur fordern, auch fördern!

Um den Förderbeginn noch kurz statisch einstellen zu können (nicht direkt notwendig, wenn beim Riemenwechsel die Pumpe sauber abgesteckt war), hab ich mir eine Getriebeglocke adaptiert, damit diese an den Motorständer passt. Zum Motor rumlupfen ist der Haufen zu schwer, deswegen zwei Schwerlastdübel in die Decke gejagt, Kette gespannt und Flaschenzug hingehängt... 1A!

 

Also geschwindschnell den Förderbeginn eingestellt und gut.

 

19.01.2012: Wer Kunststoff kennt, nimmt Metall!

Blöde Lima, blöde!
Teile waren geordert und los ging's.

Schleifring montieren wollen: zack! Falschrum drauf und keine Chance mehr runter zu kriegen. Argh! Naja etwas Schererei hat man ja immer. Im gleichen Zug hat auch noch ein Riemenrad mit Freilauf Einzug erhalten, schaden tut es sicher nicht.

 

Zwei neue Lager "eingepresst", ein bißchen Fett verteilt, damit nicht alles zusammen gammelt, einen neuen Schleifring und Regler gab's natürlich auch noch.

 

Wenn der Motor dann irgendwann läuft, gilt es noch die Klemme W zusuchen, damit der DZM auch funktioniert.
Dann wollt eich noch mit dem Kabelbaum anfangen, was ich aber schnell abgebrochen hab, weil es keinen SInn macht, wenn man nicht den eingbauten Motor vor sicht hat, damit man die Kabel alle ordentlich und sauber verlegen kann. Sonst wird das nur Pfusch.
Dann gibt's alles schön in einem Strang, schön neu isoliert und verlegt... So stell ich mir das vor!

Jetzt muss ich schauen dass ich den Bully in meine Gara krieg und da den weiteren Umbau durchziehe. 100km on way Pendelei nur zur Werkstatt das lohnt sich einfach nicht. Der Bully muss fertig werden, zefix!!!!

11.01.2011: Steuerzeiten? Hatta!

Dank Wochenende hat es zwei Tage gedauert bis die Passfeder für die ESP da war, aber dann ging alles ruckizucki und der Riemen war montiert.

 

Einspritzpumpe abstecken, Nockenwellenlineal einlegen, Kurbelwelle auf OT und dann den Riemen drauf schmeißen. Riemenspannung ist dank halbautomatischer Spannrolle auch ruckzuck erledigt. Zum Schluss nur noch die Umlenkrolle montieren und das NoWE-Rad anziehen und fertig ist der Steuertrieb.

 

Ansonsten ist nicht viel passiert... Schwingungsdämpfer/Riemenscheiben haben noch ihren Weg an die Kurbelwelle gefunden und die Zahnriemenabdeckung hängt auch am richtigen Platz.

Als nächstes steht dann noch die LiMa-Überholung an und die Geschichte mit dem Motorhalter links und der Turbo-Platz-Problematik.
Und noch 642938287 andere Kleinigkeiten, dir mir jetzt schon aufgefallen sind und mir Kopfzerbrechen bereiten... Ich freu mir! Arghh...Smiley

08.01.2012: kleines Teil, große Wirkung

Eiegntlich wollte ich heute den Zahnriemen draufschmeißen, aber irgendwie ist mir die Passfeder vom Zahnriemenrad an der ESP abhanden gekommen... Kostet keine 70Cent neu, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen bzw. nichts offen hat?
Naja, ist geordert und kommt Dienstag...

Damit es nicht langweilig wird, hab ich mich mal auf die Rückseite des Motors begeben und das AGR-Gedöns angebaut und angepasst.

 

Montiert ist jetzt ein AGR-Rohr und Ansaugstutzen vom Audi 80 bzw gab's diesen wohl auch beim AAZ im 35i... Teilenummer für das Rohr: 028 131 521 D. Das erleichtert die Suche.
leider war das Rohr etwas demoliert vom Vorbesitzer, aber durch Brenner und sanfte Gewalt konnte man das wieder richten.

Nächster Zeitvertreib war dann noch die LiMa. 300tkm gehen auch nicht ohne Spuren an dieser vorbei.
Erstmal demontieren und Bestandsaufnahme machen.

 

Die Lager sind defintiv durch und auch die Kohlen am Regler sind weit runter geschruppt. Auch der Schleifring war an einer Stelle schon gut abgenutzt. Sprich eine Instandsetzung lohnt allemal.
War zwar etwas ein Kampf den runter zu kriegen, aber: der stärkere gewinnt! Smiley

 


Teile sind bestellt und die Tage gibt's dann mehr dazu!

05.01.2012: Weiterschraubsel

Nächster Schritt war das Kurbelwellenrad für den Zahnriemen. Deswegen munter und frisch gestärkt nach dem Essen die 90Nm+90° locker aus dem Handgelenk geschüttelt.

 

Bevor dann der Kopf drauf kann, noch schnell OT einstellen, solange man das noch so schön mit der Messuhr machen kann.

Damit der Kopf montagefertig wird, noch schnell die Hydrostößel eingelegt und die Nockenwelle angezogen (Muttern 20Nm). Nockenwelle auch auf OT gedreht (Abstecklineal) damit nachher alles zusammen passt und es keinen Ventilsalat gibt.

 

04.01.2012: Zusammenschraubsel

Nachdem die neue Wohung soweit wohnfähig ist und der Keller arbeitsfähig ist, geht's weiter mit Haufen Schrott!
Nein Spaß, ist kein Schrott... Smiley

Nach der Demontage folgt die....? Richtig! Montage!
Erster Schritt: Sinnlos... ähh Zwischenwellenlager "einpressen".

 

Die getesteten Ölspritzdüsen nicht vergessen und dann gleich die Hauptlager Block-seitig einsetzen.

 

Nachdem die Kurbelwelle dann ins Gehäuse geworfen wurde, die Anlaufscheiben ihre Platz gefunden hatten und die Lagerdeckel, mit neuen Schrauben versehen, korrekt befestigt wurden, ging es den Kolben und Pleuel an den Hals.

 

 

G'schwind schnell zusammen gepuzzelt, neue Pleuellager (Sputterlager stangenseitig vom AFN), neue Pleuelschrauben und auch das Galama mit Schwung und etwas Zielen in den Block geworfen.

 

Eine neue Ölpumpe darf natürlich auch nicht fehlen bei der Überholung, zumal die alte schon gut verschlissen hatte... Smiley Hier gab es "die große" mit 36mm Flankenhöhe für mehr Fördervolumen. Dazu einfach nur den Schnorchel tauschen. Bei der Montage der Pumpe aber Vorsicht: man braucht die Schrauben vom JX für die Pumpe (M8x75), da die Ebenso gibt es natürlich neue Dichtungen und Wellendichtringe rundum. Zwischenwelle eingeschoben und zur Sicherheit noch etwas Dirko HT verteilt... Keine Lust auf doppelte Arbeit und suppende Papierdichtungen!

 

 

 

Wichtig beim TDI ist dann noch zu wissen, welche Kopfdichtung man braucht, da es diese in drei unterschiedlichen Dicken gibt, da der Brennraum im OT nur die Kolbenmulde sein soll, sprich zwischen Kopf und Kolben geht es richtig eng her, so dass heir in Zehntel-Millimeter Stufen die kopfdichtungen verteilt werden. Man kann nicht pauschal die alte Stärke nehmen, sondern muss wirklich messen.
0,9 - 1,0mm 1 Loch
1,0 - 1,1mm 2 Loch
1,1 - 1,2mm 3 Loch

Zum Messen bedarf es natürlich eines zusammen gebauten Rumpfes! Ich hab mir zum Messen mit dem Nockenwellenlinieal beholfen, damit 0 (Block Planfläche) ermittelt und dann das Lineal vom Kolben nach oben befördern lassen und die maximalste Erhebung (0,97mm) als Auschlag für die Dichtungsdicke genommen.

 

10.11.2011: Hopp oder top?

Eine Frage geisterte schon länger in meinem Kopf umher: was mach ich mit den Kolben, Ringen, Laufbahnen? Bohren? Nur Honen und neue Ringe? Oder gar nix?
Die Entscheidung viel auf: gar nix! Trotz der 300tkm Laufleistung...
Was mich dazu bewegt hat? Gutes Zureden und fachliche Diskussionen... :) Hier aber die Fakten:
Honbild noch gleichmäßig vorhanden und sehr sehr geringer Zwickelverschleiß. ==> Zylinder i.O.!
Kolben ohne Beschädigungen wie Risse, Löcher, sontiges.
Die Kolbenringemaße sind auch alle im eher unteren und neuwertigen Toleranz-/Verschleißbereich. Der obere Verdichtungsring unterliegt natürlich dem höchsten Verschleiß auf Grund der größten Temperatur- und Druckbelastungen bei gleichzeitig schlechtester Schmierung.

 

Letzter Schritt vor dem Zusammenbau ist noch das Planen lassen des Stumpfes an der Kurbellwelle, wo das Zahnriemenrad sitzt. Sehr beliebter Defekt mit der Folge eines kaptialen Motorschadens!
Es gab keinerlei Anzeichen für einen schleichenden Verschleiß, aber sicher ist sicher!

03.11.2011: Saubere Sache, dieses Trockeneis

Nach ein paar Telefonaten über Kosten, Nutzen, Möglichkeiten und Zeitaufwand von Trockeneisstrahlen war die Entscheidung gefallen und ich brachte einige Teile weg. Einfach nur damit sie sauber sind zum lackieren, aber andererseits auch, damit sie sauber sind und man nicht jedes mal dreckige Hände bekommt, wenn man sie anlangt.
Wer erinnert sich noch an die Bilder von den Kanälen im Kopf? Stichwort "Drecks-AGR"? Genau... Jetzt sieht das so aus:

 

Aber nicht nur da sind die Öl, Ruß und sonstigen Rückstände weg. Auch im Nockenwellen bereich, wo sonst gerne Ölkohle sitzt und alles so hübsch braun/schwarz färbt, glänzt alles wieder schön aluig!

 

Erster Schritt der Kopf-Komplettierung war das Einschleifen der Ventile. Zum Glück ist es nur ein 8-Ventiler und nicht so (in diesem Falle) undankbare 20- oder 24-Ventiler.
Der Unterschied von vorher zu nachher ist deutlich zu erkennen und dank der geringen Anzahl ist auch dieser Arbeitsschritt schnell erledigt.

 

Nach dem Einschleifen noch die neue Schaftdichtungen montieren und den Ventiltrieb wieder komplettieren, schon ist der Kopf quasi fertig.

 

25.10.2011: Weiter zerlegen und befunden

Eigentlich ist ja soweit schon alles zerlegt, aber ein paar Kleinigkeiten gab es noch zu befunden.
Als erstes die Spritzdüsen für die Kolbenbodenkühlung. Ganz wichtig! Für den Funktionstest eignet sich hervorragend eine Fahrradpumpe mit Manometer. Die Düsen dürfen erst ab einem gewissen Druck (~2bar) öffnen, sonst geht einem richtig Öldruck flöten untenrum. Aber auch heir gab es keinerlei Beanstandung!

 

Nächster und vorletzter Zerlegungsschritt waren die Kolben bzw. Kolbenringe. Kolbenringzange, Ring packen und runter damit! Kolben noch schön putzen und vor allem auf Ordnung achten! Jeder Ring muss wieder da hin, wo er auch vorher war. Außer man hont und gönnt sich neue Ringe bzw. Kolben. Dazu aber nachher noch mehr...

 

Der nun wirklich quasi letzte Schritt sind die Zwischenwellenlager. Diese gibt's bei VW nicht zu kaufen und werden häufig nicht beachtet, jedoch sind auch diese relativ viel Verschleiß ausgesetzt und können so ebenfalls für Probleme mit dem Öldruck sorgen.

 

20.10.2011: Ganz schön dreckig, oder drecks AGR!

Eigentlich hatte ich heute viel vor, zumindest dachte ich das, aber es kam etwas anders! Besuch kam vorbei, mit einem Westi-JX-Syncro... Und schon gibt es noch einen potentiellen TDI-Umbau Kandidaten mehr! Aber alles schön der Reihe nach... Und ich als erstes! :-) Der Kopf wurde komplett zerlegt und auch dafür gut befunden, mit zum Trockeneinsstrahlen zu gehen. Ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten: keine abgerissenen Bolzen, keine Risse zwischen den Zylindern, keine eingelaufene Nockenwelle... Nix! Alles pico bello! Was natürlich übel aussieht, sind die Ventile... Eine dicke Rußschicht ziert diese. Dafür gibt es aber die Bohrmaschine und Schleifpapier. Nur vorsichtig mit den Schäften! Die sollten nix vom Schleifpapier abkriegen.

 

 

 

Die Laufbahnen sehen wie schon erwähnt nach 300tkm auch noch bestens aus! Deswegen die Entscheidung: Kolben und Ringe bleiben! Der Herr Zwickel macht sich hier seinem Namen auch keine große Ehre. Kein spürbarer Verschleiß! Honbild noch vorhanden, keine Einlaufspuren... Alles im tief-dunkelgrünen Bereich!

 

 

19.10.2011: Fast 300.000km als Spendermotor? Kein Problem!

Relativ schnell war der Motor gefunden, gekauft und auch abgeholt. Ein 1Z Motor aus einem Passat 35i mit noch nicht ganz 300tkm. Da der ganze Bock aber sowieso zerlegt werden sollte, spielte die Laufleistung nur eine nebensächliche Rolle. 

Als erstes erfolgte die ohne Kran etwas anstrengende Aufgabe den Motor auf den Motorständer zu kriegen. 100kg wiegt das Ding auch mal locker und nach einem Bandscheibenvorfall kuckt man doch etwas mehr darauf...

Damit der Motor ordentlich am Motorständer hängt, muss die Schwungscheibe runter. Nach kurzem Überlegen und ein kleinen Werkzeugvergewaltigung war auch das erledigt.

Dann kam die große Frage: wie krieg ich das Vieh von Eisenschwein auf den viel höheren Motorständer? Nach kurzer Überlegung und einer niedrigen Einstufung des Riskos für Mensch und Gesundheit folgte ich dem Moto eines alt eingesessenen ausländischen KFZlers: "NIMMSCH DU HÄBÄL!"

Dann ging's auch schon los mit dem zerlegen. Stück für Stück, Schraube für Schraube...

Fast unfassbar, aber alle Schrauben und Muttern gingen problemlos auf!! Keine abgerissenen Bolzen, keine rundgenudelten Schrauben... Hach macht das Spaß!

Ganz schön dreckig geht das hier im Einlasskanal zur Sache, dank der AbGasRückführung.

 

Den Pleuellagern sieht man die 300tkm dann doch defitniv an. Aber alles nix dramatisches. Hubzapfen und Lagerstellen sind picobello, sprich neue Lager rundum und fertig ist die Laube!

 

Der gute alte Bremsenreiniger! Macht alles wieder sauber und schön... :-)